Die Geschichte von einem Dhobi, einem Esel und einem Hund

Einmal lebte ein Dhobi* in einer Stadt namens Varanasi.

Eines Nachts, während er fest schlief, drang ein Dieb in das Haus ein, um alles zu stehlen, was ihm in die Finger geraten würde.

                                        

 In einer Ecke des Hofes stand der Esel des Dhobis, mit einem Seil angebunden, und ein Hund saß in der Nähe. Als der Esel den Dieb ins Haus eindringen sah, sagte er zu dem Hund: „Freund! Es ist sicher deine Aufgabe, den Meister aufzuwecken.“

 „Sprich mir nicht von meinen Pflichten!“, antwortete der Hund zornig. „Du weißt wohl, dass ich dieses Haus seit langem gut bewacht habe. Und der Meister brauchte sich um nichts Sorgen zu machen. Aber in letzter Zeit hat er mich nicht gut genug gefüttert, also kümmert es mich nicht, was ihm widerfährt.“

„Hör zu, du Narr!“, schrie der Esel. „Dies ist sicher nicht der rechte Moment, zu klagen. Dies ist der Moment, zu handeln. Tu etwas! Weck den Meister auf, schnell!“

„Nein!“, rief der Hund. „Jetzt zahle ich ihm zurück, dass er sich um seine Diener nur kümmert, wenn er ihre Hilfe braucht.“

„Du böses Geschöpf!“, schrie der Esel. „Du vernachlässigst deine Pflicht gerade dann, wenn du am meisten gebraucht wirst. Nun, ich werde deine Pflicht tun und den Meister aufwecken.“

Dann schrie der Esel so laut, dass der Dhobi aufwachte. Schnell versteckte sich der Dieb. Der Dhobi sah umher und erblickte niemanden. Er wurde sehr wütend und ergriff einen Stock, ging in den Hof und begann, den armen Esel zu prügeln. Der Esel starb mit dem Wunsch, sich nicht in die Angelegenheiten anderer eingemischt zu haben.

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